Die Reichen werden immer reicher!?

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"Die Reichen werden immer reicher, und die Armen immer ärmer." Historisch gesehen, stimmt diese Aussage nicht. Vor 500 Jahren gab es vielleicht fünfzig steinreiche Personen weltweit. Vor 1.000 Jahren wird es ebenfalls nicht mehr als 15 Milliardäre gegeben haben. Diese Personen waren meistens Könige, die es geerbt, vergrößert oder verteilt haben. Manche wurden geadelt und haben sich so eine Rente gesichert, indem ein reicher Onkel, der Fürst oder Prinz war, für diese Rente einzahlte. Die meisten Menschen vor 1.000 Jahren waren arm, wenn sie keine Bauern waren. Und die Bauern hatten auch kaum ein Vermögen, weil die Steuern hoch waren und sie von den 30% Banditen ständig ausgeraubt wurden. Gegen die Kriminalität konnten die Herrscher nicht viel tun, weil eine stehende Armee teurer war als die Verluste. Vor 500 Jahren gab es die ost-indische Handelsgesellschaft, das britische Imperium und das spanische Königshaus. All diese Herrscher hatten damals ein relatives Vermögen in Höhe von jeweils 2,5 Billionen € (umgerechnet aus Gold & Silber). Die meisten Menschen hatten nichts, weshalb Kriege noch so häufig waren. Als Soldat hat man zu Beginn des 16. Jahrhunderts immer mehr verdient. Außerdem wurde die Waffenkunde immer ausgefeilter. Heute gibt es zwar noch keine Billionärspersonen, aber es wird sie bald wieder geben. Das ist gar nicht so schlimm.  Allein in Deutschland gibt es über 100 Milliardäre und über 1 Millionen Millionäre. Außerdem gibt es etwas, das es auch vor 100 Jahren nicht gab. Eine außergewöhnliche Diversität der Arbeit und Arbeitsmöglichkeiten. Man muss nicht selbstständig werden, sondern kann sich für über 3.000 Berufe entscheiden, die alle sehr speziell sind. Im Laufe der Zeit werden einige davon verschwinden, aber neuere Berufe werden entstehen. Vor 100 Jahren gab es auch nur den Tagelöhner, Schichtarbeiter oder Wochenarbeiter. Es gab so etwas, wie einen unbefristeten Vertrag oder Arbeitsschutzrecht nicht. Und es gab auch nicht so viele Beamte wie heute, die für den Staat arbeiten. Die Bürokratie war kleiner. Vor 100 Jahren waren zudem über 25% der Menschen obdachlos und 80% der Menschen besaßen nichts, bevor alle obdachlos wurden und begannen in alle Himmelsrichtungen zu flüchten, zu kämpfen und zu wandern. Es mag sein, dass es heute viele Probleme gibt, aber sie schrumpfen so stark und so schnell, dass ich nicht verstehe, warum man das ausblendet. Natürlich gibt es heute noch Probleme, aber damals gab es eine Katastrophe nach der anderen. 25% Obdachlosigkeit! 50% Arbeitslosigkeit! Was hieß das für die Kriminalität und Sicherheit in den Ländern? Das darf man nicht vergessen, neben der Tatsache, dass Kinderarbeit sehr stark verbreitet war bis vor 100 Jahren.  Also der richtige Satz lautet: Die Armen werden immer reicher und es gibt immer mehr reiche Menschen.