Proletariat

Proletariat Entrepreneuristik Soulphone Youssef ZemhouteDas Proletariat ist die Klasse der Wirtschaft, für die der Großteil unserer Gesellschaft erzogen, gebildet und ausgebildet wird. Meine Entrepreneuristik ist ihr entgegengesetzt. Selbstverständlich ist es möglich, innerhalb des Proletariats aufzusteigen. Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine Klassenkonditionierung, die uns fortlaufend in unseren Leben beeinflusst. Als Proletariat verstehen wir all diejenigen, die selbst kein Vermögen besitzen und lohnabhängig sind. So lange jemand lohnabhängig ist UND kein Vermögen besitzt, gilt er als Proletarier. Im Laufe der Zeit bildete sich innerhalb des Proletariats das so genannte Prekariat, das sich durch befristete Arbeitsverträge, Niedriglöhne und weitere Unsicherheiten auszeichnet. Das bedeutet, dass wir eine Klassendiversifizierung nach unten haben. Mit meiner Entrepreneuristik und meinen gewerblichen Dienstleistungen bemühe ich mich darum, diese Missverhältnisse innerhalb unserer Gesellschaft aufzuheben. Letztendlich liegt es im Interesse des einzelnen Bürgers und der einzelnen Bürgerin, dass sie sich darum bemühen, aus ihren Missständen neue Kraft zu schöpfen und aufzusteigen. Proletariat Entrepreneuristik Soulphone Youssef ZemhouteDie Ursache dieses Problems ist vielfältig. Erziehung, Bildung und Gesellschaft bereiten einzelne Personen nicht genügend vor, damit sie zu mündigen und unabhängigen Bürgern werden. Es geht nicht darum, Geld anzuhäufen (Vermögen beschränkt sich nicht auf Geld), sondern darum eine gesicherte und eigene Position innerhalb der Gesellschaft einzunehmen. Wer eine kleine Wohnung kauft - sei sie auch noch so günstig -, der erspart sich (steuerfrei) eine Summe in Höhe von über 4.200€ jährlich. Diese Summe auf fünf bis zehn Jahre hochgerechnet, macht im Laufe des Lebens viel aus. Außerdem haben wir ein vorherrschendes Paradigma von Arbeitnehmerkultur. Das Leben als Arbeitnehmer ist das Ziel, mit möglichst vielen Karrierechancen. Das kann sinnvoll sein, aber der Wettbewerb im Arbeitsmarkt ist zu groß und man ist irgendwann nicht mehr konkurrenzfähig (ab 25+).  Grundsätzlich orientieren sich die meisten Bürger nicht an sich selbst und was sie gut können, sondern daran, was sie "gelernt" haben im Rahmen einer geringbezahlten Ausbildungsstelle oder eben, was sie "gelernt" haben im Rahmen einer praktikumsreichen Studienzeit. Das Einzige, was die Menschen alle gemeinsam haben, ist, dass sie das Gleiche lernten. Prozessmanagement und Anwesenheitspflicht. Auf diese beiden Faktoren sind alle Arbeitnehmertätigkeiten zu reduzieren. Dies ist das so genannte Proletariat.

Wer ein glückliches Leben als Proletarier führt, der hat meinen Segen. Schließlich sind die Lebensumstände immer sehr unterschiedlich von Mensch zu Mensch. Trotzdem sollte es eine wachsende Vielfalt geben, die unsere Wirtschaft stabiler, sicherer und ertragreicher macht. Es sollte jenseits von Marken, Großunternehmen und Konzernen auch eine Reihe von Unternehmern und Selbstständigen mit Gesicht geben. Dies ist nur möglich, wenn die Gesellschaft dazu lernt und diese Vielfalt wertschätzt. Und die Basis für das Unternehmertum ist ein massiver Wissenserwerb und viele Dinge, die man erlernen muss, damit es zu einer erfolgreichen Selbstständigkeit in Deutschland kommt. In den USA gibt es die Wirtschaftskultur, die uns in Deutschland fehlt. Wer dort etwas Neues starten möchte, der wird gefragt: "Was hast du vor?" / "Darf ich mitmachen?" / "Es gibt da jemanden, der dir dabei helfen kann." / "Brauchst du Geld beim Durchstarten?" / "Auf ins Gefecht! Du schaffst das schon." usw. Hier in Deutschland begegnen Selbstständige meistens den Worten: "Ja, aha, und wer bezahlt das?!" / "Kann man davon leben?" / "Das ist doch nichts Besonderes." / "Das gibt es doch schon!" usw. Sicherlich gibt es in den USA auch einige Miesmacher, wie überall auf der Welt, aber die Kulturen unterscheiden sich in diesem Thema radikal voneinander. Da brauchen wir uns hier nichts vorzumachen. 

Wirtschaft ist erlernbar. Diese Botschaft möchte ich neben vielen weiteren in die Welt hinaustragen. Man kann ebenso alles Weitere dazu lernen, wie Finanzmathematik, Mathematik, Projektmanagement, Unternehmensführung, Personalmanagement, rechtl. Grundlagen, etc. All dies ist erlernbar und man sollte es lernen. Man darf nämlich nicht vergessen, dass wir noch immer mit einer alten Geldpolitik leben. Proletariat Entrepreneuristik Soulphone Youssef ZemhouteJeder Arbeitnehmer hat einen Arbeitgeber. Das haben auch viele junge Akademiker begriffen, weshalb sie dringend beim deutschen Staat arbeiten wollen, weil sie annehmen, er würde nicht pleite gehen können. (Eine gefährliche Annahme!) Was wir brauchen, sind aber nicht nur Beamte und Bürokraten, sondern echte Problemlöser. Kreativität, Visionen und Feingefühl sind gefragt. Wirtschaft ist erlernbar, auch für diejenigen, die wenig damit zu tun haben wollen. Spätestens zu dem Zeitpunkt, an dem man finanziell in die Bredouille kommt, wird man Wirtschaft verstehen wollen. Das ist ein guter Zeitpunkt, um zu lernen. Oder man wählt den alternativen Abstieg ins Prekariat. Es ist eine freiwillige Entscheidung.  Proletariat Entrepreneuristik Soulphone Youssef Zemhoute

Unternehmer und Unternehmerinnen sind angehalten, eine gute Unternehmenskultur zu entwickeln, die ihre Mitarbeiter wertschätzt. Selbst wenn sie keinerlei Sympathien aufbauen wollen, so ist es für sie von großem Interesse, dass die wirtschaftliche Diversifizierung nach unten nicht voranschreitet. Es handelt sich nämlich - direkt und indirekt - um ihre Kunden. Wenn immer mehr Menschen, immer weniger Geld haben, dann kommt es früher oder später zu steigenden Insolvenzen bei großen Unternehmen, die wiederum das Prekariat vergrößern. So entsteht ein langwieriger Prozess der Verarmung, der bereits vor zehn Jahren begann. Zudem täten Unternehmen auch gut daran, Arbeitszeiten - bei gleichem Gehalt - zu verkürzen. Die Arbeitsqualität steigt dadurch, ebenso wie die Lebensqualität der Angestellten. Für die gastronomische Wirtschaft mag das an vielen Stellen problematisch sein, aber für die übrigen Branchen ist dies längst überfällig. Zudem ist gastronomische Arbeit wesentlich heiterer und rentabler als alle anderen Berufe. Wer seine Energie für acht Stunden täglich aufteilen muss, der arbeitet "gestreckter" als jemand, der nur fünf bis sechs Stunden da ist. Um es kurz zu fassen: in vielen Büros rotten viele Menschen vor sich hin, anstatt nützlich für die Gesellschaft - oder für sich selbst - zu sein. Das wäre nicht tragisch, wenn sie auf etwas Wichtiges warteten, aber Tatsache ist, dass sie lediglich auf die Erlaubnis warten, heimgehen zu dürfen.

Das Proletariat müssen wir zunehmend mit einem Bonoriat und einem Dignitariat ersetzen. Es wird Zeit, dass sich Menschen gewürdigter und sicherer fühlen und zwar in einer Art und Weise, die wirtschaftlich greifbar ist. Die ersten Unternehmen, die diese Tatsache erkennen, werden die Gewinner in zehn Jahren sein und nicht bloß weiter existieren, sondern eine außergewöhnliche Macht erhalten. Zudem haben Unternehmen Schwierigkeiten, weil sie die wirtschaftlichen Situationen von Proletariern missbrauchen. Sie mögen Genies für 10€ die Stunde anstellen, aber diese Leute sind nur zu 25% aktiv, wenn überhaupt. Das liegt daran, dass Unternehmen mittlerweile froh sind, wenn ihre billigen Arbeitskräfte wenigstens anwesend sind und Prozesse "optimieren". Mit einer solchen Haltung wird man kein gutes Unternehmen werden oder bleiben. Gerade jetzt, da immer mehr Unternehmen und neuere Lösungen entstehen, sollten die gestandenen Unternehmer besser auf der Hut sein. In der Wirtschaft ist man häufig schneller weg als man glaubt, besonders wenn man groß zu sein glaubt.