Streitbeilegung statt Rechtsstreit

Streitbeilegung statt Rechtsstreit

Streitbeilegung statt Rechtsstreit Mediation Mediator Youssef Zemhoute Soulphone Rechtsstreit StreitEinen Streit beizulegen, bringt zahlreiche Vorzüge. Die Streitbeilegung hat keine Popularität, da sie eine Kostenreduktion darstellt. Lebensqualitäten kehren zurück, wenn man einen Streit auf sinnvolle Art und Weise löst. Es macht wenig Sinn, sich zu genieren. Ein Streit muss nicht immer ein Rechtsstreit sein. Handelt es sich um einen konkreten Rechtsstreit, der sich in eine Klage umwandelt, so geht es auch nicht immer um das Recht. Als Mediator bin ich verpflichtet, die Gespräche mit allen Konfliktparteien zu führen und zu überprüfen, wie die Sachlage ist. Allerdings deutet sich bereits früh an, dass es um menschliche Beziehungen und weniger um Recht und Unrecht geht. Diese Herangehensweise darf man nicht unterschätzen. Die übliche Mediation, die mit einer Juristerei verbandelt ist, neigt dazu, Rechtsstreitigkeiten auf juristische Verhältnisse zu reduzieren. Das funktioniert nie. Womöglich ist die populäre Mediation (zertifizierte Mediation) deshalb so interessant, weil sie Rechtsanwälten erlaubt, mediative Möglichkeiten endgültig auszuschließen. Ein Rechtsanwalt profitiert von einem Rechtsstreit mehr als von einer Mediation. Während letzteres in fünf Stunden bis maximal einer Woche erledigt ist, kann ein Rechtsstreit von sechs Monaten bis hin zu fünf Jahren andauern. Manchmal dauern Rechtsstreitigkeiten sogar länger, insbesondere wenn es mehrere Konfliktparteien gibt und die örtliche Justiz überlastet ist. Eine Streitbeilegung heißt, einen Streit außergerichtlich zwischen den Konfliktparteien beizulegen. Dieser Streit kann ein Rechtsstreit werden, man muss ihn aber nicht so interpretieren. Als Mediator erachte ich Streitigkeiten immer als Chance des Wandels. Man kann viele Aspekte des eigenen Lebens neu ordnen und seine eigenen ethischen Prinzipien erneuern. Die Kosten einer Streitbeilegung sind sehr übersichtlich, da sie einmalig sind. Man zahlt für die mediativen Prozesse und für die erfolgreiche Beilegung. Bei einem Rechtsstreit zahlt man für die Rechtsanwälte, die Gerichtsverhandlungen, die Rechtsberatungen und die neueren Aspekte, die noch hinzukommen. Außerdem zahlt man mit seiner Zeit, Lebensenergie und erlebt weitere Verluste, wenn es sich um eine alte Beziehung zwischen den Konfliktparteien handelt. Erkennt man einen Streit nicht als Chance an, so bleibt nur noch die Definition des Problems. Und Probleme versuchen wir immer mit Gewalt zu beseitigen. Diese Gewalt hingegen fördert das Konfliktpotenzial und erzeugt neuere Probleme, weil es sich nicht um eine Mediation handelt. So kann es auch dazu kommen, dass aus einem kleinen Streit eine schwierige Lebensphase wird, die Familie, Freunde und den eigenen Beruf belastet. Das muss nicht sein, und man schadet sich selbst mehr damit als sonst irgendwem. Wer sich für eine Streitbeilegung entscheidet, entscheidet sich zugleich für einen reibungslosen Weiterverlauf des persönlichen Lebens. 

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