Scheidung & Ehevertrag

Scheidung & Ehevertrag

Wenn eine Ehe scheitert, kommt es nicht immer sofort zur Scheidung. Manchmal vergehen Jahre dabei. Denkt man an eine Scheidung, hat man Rosenkriege vor Augen. Man denkt an die vielen kleinen Scheidungskinder, an verlorene Häuser, außerehehliche Beziehungen und dramatische Ereignisse. Dabei wären sämtliche Aspekte dieser Trennung wesentlich leichter zu lösen als wir es sehen. Grundsätzlich möchte ich damit aufräumen, dass eine Scheidung per se etwas Schlimmes wäre. Sie ist es nicht. Sie hat stets einen traurigen Aspekt, aber sie ist nicht das schlimmste Ereignis im Leben eines Menschen. Häufig ist sie der Ausweg aus einem alten in ein neues Leben, wobei die Lebensqualität erst nach der Scheidung gelebt wird. Es ist zudem auch keine Frauendomäne, die sich der Scheidung bedient und Zwangsehen sind auch nicht lediglich auf Frauen beschränkt. Die Natur der Ehe ist beidseitig und völlig geschlechterunabhängig in der bundesdeutschen Gesellschaft. Bei manchen Familien wird sogar aus ökonomischen Beweggründen heraus geheiratet. Andere Söhne sehen sich ihren Vätern und ihren Generationsversprechen verpflichtet. Manche Frauen heiraten lediglich, um ihren Familien zu entkommen und wieder andere heiraten den einen Menschen, den sie niemals lieben können. Eine Ehe wird nicht immer aus Gründen der Liebe und Zuneigung eingegangen. Hier beginnt bereits das Problem. Liebe und Zuneigung bleiben auch nicht unbedingt erhalten, wenn eine Ehe mit ihnen eingegangen wird, denn es gibt Menschen, die sich verändern. Scheidung & Ehevertrag Trennung Mediator Youssef Zemhoute Soulphone.net Mediation Das heißt, dass zwei Personen zwar eine Ehe miteinander eingehen, aber einer sich herausentwickelt und der andere sich weiterentwickelt. So entscheiden sich beide dazu, getrennte Wege zu gehen. Sämtliche Konflikte, die durch eine Ehe verursacht werden, können sehr früh behoben werden. Die Angelegenheiten, die den Haushalt, die Kinder und den Lebensunterhalt eines Paares betreffen, müssen hierzu bereits im Ehevertrag festgehalten werden. Zudem sollte im Ehevertrag auch eine Scheidung in klaren Zügen umschrieben werden. Eine Scheidung sollte organisatorisch nicht länger als 40 Lebenstage beanspruchen. Vom Entschluss zur Trennung bis zur juristischen Scheidung darf nicht mehr Zeit vergehen. Und deshalb sollte im Ehevertrag auch festgehalten werden, dass das Wort eines einzigen Partners zur Trennung genügt. Man muss und kann sich nicht immer einvernehmlich trennen. Das braucht man auch gar nicht als ungerecht zu erachten, denn man hat sich schließlich auch dazu entschieden, den anderen Menschen zu heiraten. Im Umkehrschluss heißt das nicht, dass dieser Mensch sich gleichermaßen verpflichtet sieht und verbunden fühlt. Bei wohlhabenden Paaren, die häufig ein gemeinsames Unternehmen leiten, kommt der ökonomische Aspekt hinzu. Hier sei jenseits eines geregelten Ehevertrags anzumerken, dass man geschäftlich stets voneinander unabhängig handelt und die Unternehmen sich nicht vermischen. Ansonsten kommt es immer zu möglichen Überschneidungen, die die Grundlage eines Vermögensanspruchs bei einer Scheidung darstellen. Dann heißt es vor Gericht nicht selten, 50/50 Vermögensansprüche entsprechend der unternehmerischen Aktivitäten. Dass das nicht fair sein kann, leuchtet jedem Unternehmer ein, aber nicht jedem Richter. Daher sollten im Ehevertrag und im beruflichen Leben diese Dinge getrennt werden. Ein gemeinsamer Haushalt schließt das individuelle Fortleben beider Gefährten nicht aus. Wer eine Ehe auf diese Weise versteht, der hat viele Dinge missverstanden. Ehe heißt nicht, dass man sein eigenes Leben mit einem anderen lebenslang teilt, sondern dass man zwei Leben miteinander und nebeneinander führt. In diesem Zusammenhang sollte man im Ehevertrag auch anmerken, dass der Partner nicht alles wissen muss, was das eigene Leben anbelangt. Sollte es Misstrauen wecken, so kann man niederschreiben, dass eine Scheidung ab dem Zeitpunkt eines begangenen Ehebruches gültig ist. Im Ehevertrag lässt sich alles in Worte fassen und man weiß, womit man zu leben hat.

Jenseits dieser Argumentation gibt es auch viele Menschen, die die Ehe ganz weglassen und eine eingetragene Lebenspartnerschaft bevorzugen, die rechtlich ebenfalls genau geregelt ist. Andere wiederum lassen alles weg und versuchen Beziehungen auf loses Miteinander aufzubauen. Dass das zum Scheitern verurteilt ist, liegt auf der Hand. Es sei denn, beide Partner haben eine offene Lebensführung, was auch nicht immer ausreicht, da Dritte immer anders denken und es früher oder später zur Trennung kommt. Die Ehe hat unabhängig der Herkunft auch eine spirituelle Basis, weshalb man sie nicht nur juristisch, sondern auch spirituell in den Vertrag festschreiben sollte. Sie ist eine große Verantwortung und sollte niemals ohne Weiteres einfach eingegangen werden. Dieses blinde Ehelichen ist ein religiöses Phänomen, das nicht mehr zeitgemäß ist und in der bundesdeutschen Bevölkerung nicht mehr greift. Die Folge meiner Argumentation wäre zwar, dass weniger Ehen eingegangen würden, aber auch mehr erwünschte Ehen stattfinden, weil Sicherheit im Ehevertrag gewährleistet ist. Zudem gäbe es auch wesentlich weniger Scheidungen und alle Scheidungen würden nicht mehr als 1.000€ kosten anstatt wie derzeit, 35.000€+. Mediation hilft, wenn sie von beiden Konfliktparteien angenommen wird, aber sie greift nur bis zu einem gewissen Grad bei einer Scheidung. Die Hartknäckigkeit von Partnern und der mangelhafte Ehevertrag machen eine Mediation schwer. Mit guten Argumenten überzeugt ein Mediator aber jeden Menschen und sehr schnell. Allein die Kostenfrage hinsichtlich des Geldes ist viel zu riskant und bei einer absichtlichen Böswilligkeit eines Partners, kann der Mediator diese nutzen, um die juristischen Verhandlungen zu erleichtern. Man kann es sich immer in jeder Situation selbst und anderen schwermachen. Allerdings muss man auch die Verantwortung für sämtliche Konsequenzen zahlen. Scheidung Mediation Mediator Youssef ZemhouteEin psychologisches Gutachten könnte wesentlich teurer für böswillige Partner werden, die nicht mit sich reden lassen wollen. So kann man sich zwar bürokratisch rächen, wird wegen Nachzahlungen aber seines Lebens nicht mehr glücklich. Sind Kinder betroffen, die eine Scheidung mitmachen, dann sind die Kosten nicht mehr nur auf Geld und Gesundheit beschränkt. Es kann zu einem gesellschaftlichen Konfliktpotenzial hochkochen, das auch andere Menschen in Schwierigkeiten bringt. Überlegen Sie sich daher gut, wie Sie mit einer Trennung, einer Scheidung, einer Lebenspartnerschaft und einer Ehepartnerschaft umgehen. 

 

 

 

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