Familienunternehmen verstehen und beraten

Familienunternehmen verstehen und beraten Soulphone

Was ist ein Familienunternehmen? Wie kann man Familienunternehmen verstehen und beraten?

In der Wirtschaft gibt es familiäre Entwicklungen in Sachen Selbstständigkeit und Gewerbe. So kann es sein, dass ein junges Paar ein Ladenlokal eröffnet und sich über 20 Jahre hinweg zu einem trächtigen Familienunternehmen entwickelt. Was wir heutzutage als Familienunternehmen populär verstehen, sind große Konzerne mit mindestens 1.000 Angestellten. Allerdings ist auch der Spirituosenladen von Max Mustermann und seiner Tochter um die Ecke ein Familienunternehmen. Ein entscheidender Aspekt macht ein Familienunternehmen aus. Die Entscheidungsmacht liegt beim Interesse einer einzigen Familie, das häufig ein Oberhaupt hat. Oder aber es gibt Geschwister, die unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen und wichtige Entscheidungen miteinander treffen. Die unternehmerische Familie ist daher enger mit Ihrem Betrieb verbunden als das Unternehmen mit einem Vorstand. Dies liegt weniger an der Familie und mehr an der Verantwortlichkeit der gesamten Familie und ihres Namens über dem Unternehmen. Eine Glaserei, die kaputte oder zerbrechliche Scheiben liefert, färbt ihre schlechte Qualität schnell auf den Namen ab. Da es sich um den Namen einer Familie handelt, ist der Ruf gefährdeter. Das heißt, dass Familienunternehmen auch mit ihrem Familiennamen bürgen. So will bspw. niemand mit einer Familie zu tun haben, die in zwielichtige Geschäfte verwickelt ist. In jedem Falle gibt es mehrere Interessen und Konstellationen, die in Familienunternehmen bedeutender sind als in handelsüblichen Unternehmen. So ist das unternehmerische Führungsprinzip wesentlich stabiler durchgearbeitet als bei herkömmlichen Führungsriegen der Privatwirtschaft. Auch ist die Nähe zu den Angestellten eher gegeben, häufig auch ineinander vernetzter, was in Konzernen überhaupt nicht möglich ist. Das Familienunternehmen ist die ideale Lösung für Unternehmer, die eine stabile Familie und reichlich Familiensinn haben. Ein Aspekt sei nur denjenigen ans Herz gelegt, die ein Familienunternehmen gründen wollen oder ihr bestehendes Familienunternehmen ausbauen möchten: sämtliche Vereinbarungen sollten so festgelegt werden, dass der Ausgang sanft, schonend und sozial abläuft. Es ist gar nicht abwegig, sich vom Geschäftspartner zu trennen; auch dann nicht, wenn es der Bruder oder der Vater ist. Entscheidend ist der Eingang, wenn es zum zufriedenstellenden Ausgang kommen soll. Eine Familie, die schwierig ist, sollte kein Unternehmen starten, in dem mehrere Mitglieder der Familie zusammen arbeiten. Es sei denn, man trennt Familie und Arbeit streng voneinander. Dann kann von einem Familienunternehmen auch nicht die Rede sein. Bei letzteren sind Tischgespräche über Wirtschaft, Gesellschaft und Geschäfte nicht selten. Um es kurz zu fassen: Familienunternehmen schaffen nicht nur Mehrwert, sie leben auch für Mehrwert und bürgen mit ihrer Familienehre. Das ist bei einem Vorstand, bei angestellten Geschäftsführern oder bei General Managers definitiv nicht der Fall, da sie mit nichts haften und nur überdurchschnittlich bezahlte Angestellte darstellen.