GmbH | Die Geschäftsführenden Gesellschafter

GmbH Geschäftsführende Gesellschafter SoulBlog Soulphone Youssef ZemhouteEine GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ist gesetzlich genau geregelt. Geschäftsführende Gesellschafter sind diejenigen, die die GmbH besitzen und führen. Ihre Aufgaben sind Unternehmensführung, Geschäftsleitung und das klassische Wirtschaften im Sinne der Kaufmannskunst. Das deutsche Recht ist ziemlich detailliert, wenn es um die GmbH geht, wobei sie eine Kapitalgesellschaft darstellt, die grundsätzlich frei zu organisieren ist. Manche Aspekte werden von Selbstständigen kritisch beäugt, obwohl sie keine große Gefahr darstellen. Beispielsweise sieht man sich gezwungen, eine Jahresbilanz zu eröffnen und zu halten, die das eigene Leben erschwere. Das ist nicht der Fall. Es gibt hinsichtlich des Finanzamts nur ein einziges Argument, das nachvollziehbar ist, nämlich die angemessene Absetzbarkeit der Ausgaben. Damit verhindert man, dass es zu immensen Wettbewerbsnachteilen kommt. Es ist klar nicht angemessen, wenn eine GmbH 500.000€ erwirtschaftet und das Gehalt des Geschäftsführenden Gesellschafters mit 250.000€ dotiert und abgesetzt wird. Diese Unverhältnismäßigkeit sollte man nicht bestehen lassen, da ein selbstständiger Unternehmer ohne Kapitalgesellschaft zum Spitzensteuersatz bei einem Jahresumsatz von über 250.000€ bringt. Er kann seinen Umsatz nicht steuerrechtlich ineinander absetzen. Dies ist besonders bei geschäftsführenden Gesellschaftern einer GmbH zu beachten. Das Kapital einer GmbH in Höhe von 25.000€ sichert mögliche Schwierigkeiten der betrieblichen Entwicklung, aber auch der Deckung im Falle einer Insolvenz. Da die Gesellschafter nicht mit ihrem Privatvermögen haften, braucht es einer finanziellen Deckung unabsehbarer Vorfälle. Zudem darf man das Kapital nur zur Führung der GmbH nutzen und nicht antasten, sofern es einen regulären Betrieb gibt. Zu den Aufgaben von Geschäftsführenden Gesellschaftern gehört auch die Pflicht, sich um die Unternehmensentwicklung in dem Maße zu kümmern, wie man es selbst verantworten kann. Ein externer Geschäftsführer hat nicht die gleiche Verantwortlichkeit, sehr wohl aber ein Gesellschafter, der im Tagesgeschäft gegenwärtig und de facto Geschäftsführer ist. So kann ein externer Geschäftsführer, der lediglich angestellt ist, jeder Zeit gekündigt werden. Das ist bei einem einzigen Gesellschafter nicht der Fall, außer er hat den geringeren Anteil der Gesellschaft. In diesem Falle hieße eine Kündigung Auflösung und Neugründung des Unternehmens, sofern der Gesellschafter mit den Bedingungen einverstanden ist. All diese Zusammenhänge bei mehreren Gesellschaftern (50/50; 25,1/14,9/60;80/10/3/3/3/1) innerhalb einer GmbH müssen unbedingt VOR der Gründung und Stellung des Gesellschaftsvertrages genauestens geregelt werden. Eine Mediation kann zur Streitbeilegung führen und sie kann auch Konfliktpotenziale reduzieren, aber es ist nicht möglich, einen günstigen Gesellschaftsvertrag nachzureichen. Der bestehende Vertrag hat einzig und allein die Gültigkeit, die hinterher als Basis bei solchen Fällen dient. Die Formulierungen müssen nicht immer komplex und vielfältig in Wenn-Dann-Formeln ausgedrückt werden. Es genügt, zu schreiben, dass im Falle eines Streitfalls betreffs eines Gesellschafters die anderen Gesellschafter die Anteile abkaufen müssen, zum Preis der Vorjahresausschüttung an den betroffenen Gesellschafter für ein, zwei oder drei Jahre. Damit hat man die Gesellschaftsanteile gekauft, man ist den Konflikten aus dem Weg gegangen und man hat Entschädigungsansprüche des Gesellschafters ebenfalls nichtig gemacht. Man darf diese kleinen und leichten Formulierungen nicht unterschätzen. Bei einer guten Beziehung unter den Gesellschaftern wirken solche Formulierungen irritierend und lächerlich, aber im Nachhinein ist man beiderseits sehr erfreut darüber. Eine GmbH sollte immer auch von mindestens einem Gesellschafter geführt werden, da er die Interessen aller anderen Gesellschafter teilt und/oder abwägen kann. Lediglich externe Geschäftsführer und Prokuristen mit der Unternehmensführung zu beauftragen, ist eher bei Aktiengesellschaften der Fall, die eine völlig andere Größe und Führungslogik haben. Außerdem sind für unser Gemeinwohl GmbH's unentbehrlich, da sie Stabilität, Potenziale und Kaufkraft darstellen. Man muss sie auch als Fundamente der Wirtschaft achten, um aus ihnen keine unseriöse Angelegenheit zu machen, die es aufzulösen gilt. Die Geschäftsführenden Gesellschafter sollten sich daher stets um die Sinnhaftigkeit ihres Unternehmens kümmern. Vergewissern Sie sich darüber, welche Absichten Sie verfolgen und welche Potenziale Sie dem Gemeinwohl eröffnen können.