Was ist Beratung? Es handelt sich bei jeder Beratung um eine zielführende Gesprächsführung, die lösungsorientiert und praktisch ausgeführt wird. Dabei ist es gleich, ob eine Person von außerhalb engagiert wird oder ein eingespieltes Team sich berät. Beratung enthält das Wort "Rat" im Sinne von "Rat suchen", was bedeutet, dass man etwas sucht, was zu fehlen scheint. Meistens stehen sogar alle nötigen Voraussetzungen und Bedingungen für eine Handlung. Die folgende Beratung soll nur abklären, ob etwas außer acht gelassen wurde. In einer Wirtschaftsberatung liegen die Schwerpunkte in unterschiedlichen Bereichen. Es gibt Rechtsberatung, Marktberatung, Unternehmensberatung, Strategieberatung, Personalberatung, uvm.  Man steht einander mit Rat und Tat zur Seite in schwierigen und kniffligen Situationen. Die Schwierigkeit muss nicht unbedingt gegeben sein, wobei sie natürlich häufige Ursache für eine Beratung ist. Besonders bei Fremdberatern, die nicht zu einem Team oder zum eigenen Handlungskreis gehören, ist es häufig so, dass sie aus Ängsten heraus konsultiert werden. Man spricht auch von einer Konsultation. Der Akt eines Ratsuchenden heißt "konsultieren"; dabei sucht jemand einen Fachmann bzw. eine Fachfrau, der/die Lösungen für Probleme aufbereitet. Je offener der Themenbereich, desto schwerfälliger die Beratung. Wenn es bspw. darum geht, den Vertrag  zwischen Lieferant und Abnehmer handelsrechtlich zu überprüfen, dann hat man eine geschlossene Rechtsberatung. Im Falle eines Findens von Abnehmern für einen Lieferanten, handelt es sich um eine offene Handelsberatung. Im Gegensatz zur geschlossenen Beratung ist eine offene Beratung immer langwieriger, weil alle Parameter genauestens gesetzt werden müssen. Bei der geschlossenen Beratung stehen die Parameter, Faktoren und Bedingungen meistens schon fest.

Nun gibt es noch feine Unterschiede in den Beratungsstilen. Es gibt große Beratungsfirmen, die auf Technologie, Erfahrung und auf die Macht der Gewohnheit setzen. Sprich, es werden ähnlich bis identische Pakete an unterschiedliche Unternehmen ausgeliefert. Dabei agieren die jeweiligen Berater mit gleichen Methoden und Werkzeugen. Im Gegensatz dazu gibt es die unabhängigen Berater, die man aufsuchen muss. Ich bin ein solcher Berater und weiß natürlich, dass es im Bezug auf Marketing-Fragen unmöglich ist, mit den großen Beratungsfirmen mit gleichen Methoden zu werben. Deshalb muss ich einen anderen Weg nehmen. Einer dieser Wege ist, dass ich auf meinem Portal erkläre, was Beratung ist und welche Eigenschaften ein guter Berater hat. Die wohl wichtigste Eigenschaft ist, dass sie ihn nach der Beratung nicht mehr brauchen. Selbstverständlich erscheint dies in den Augen von Wirtschaftsexperten aus stark finanzierten Instituten als lächerlich. Man verdiene ja dadurch, dass ein Kunde möglichst viele Beratungen braucht und bucht. Allerdings ist dies völlig falsch gedacht. Als unabhängiger Berater braucht man wie ein Freiberufler oder wie ein Selbstständiger einen guten Ruf. Dieser wäre in Frage gestellt, wenn die Beratung nicht zielführend bzw. zu schwach wäre. Das heißt, dass der Berater neben Mandanten, Kunden und Interessenten auch einen Ruf zu verlieren hat. Einen Mandanten verliert man nie, wenn man seine Arbeit richtig macht. In der Regel gewinnt man durch einen glücklichen Mandanten sogar drei neue Mandanten. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz des Dienstleistungsmarktes. So hat der Steuerberater womöglich einen kurzfristigen Gewinn, wenn er für wenig unveränderte Arbeit hohe Abschlagszahlungen kassiert. Nach spätestens drei Quartalen verliert er seine Kunden jedoch wieder. So verhält es sich ebenfalls mit seinem Ruf und seinem Kundenstamm. Es spricht sich schnell herum und niemand kommt mehr zu ihm, der nicht selbst einen problematischen Ruf hat. Irgendwann käme der Steuerberater hinsichtlich seines Umsatzes ins Straucheln und er leidet auch am wachsenden Stress seitens seiner neueren Kunden.

Der unabhängige Berater ist nicht nur finanziell, persönlich und stilistisch unabhängig, sondern vor allem auch geschäftlich. Er verkauft keine Pakete von Dritten und interessiert sich nicht für Provisionen von Drittanbietern. Das einzige Interesse ist die Zufriedenheit seines Mandanten. Gerade deshalb ist es so wichtig, eine enge Beziehung zum Mandanten zu pflegen. Warum überhaupt jemand einen Berater konsultiert, ist eine andere Frage. In Sachen Wirtschaftsberatung ist Betriebsblindheit ein besonders häufig auftretender Faktor. Man weiß nicht mehr, den Sinn aller unternehmerischen Prozesse nachzuvollziehen. Das färbt sich häufig auf das Personal und das Management ab. Dadurch kommt es zu einem unternehmerischen Verschleiß, da man sich zunehmend auf das einzige Zählbare konzentrieren wird: die Zahlen. Infolgedessen wird die Betriebsblindheit von einer noch grauenhafteren Form des Unternehmertums verdrängt, nämlich der Betriebsfremdheit. Dabei handelt es sich um völlige Unerheblichkeit von Sinn im Unternehmen. Im besten Fall kommen Entscheider des jeweiligen Unternehmens auf mich zu, oder gar die Geschäftsführerin der Firma. Warum kann ein Berater in einem solchen Fall helfen? Weil er unabhängig ist und sich ständig damit beschäftigt, was Probleme sind, wie sie entstehen und wie man sie beheben kann. Die letzte Entscheidung trifft im Anschluss daran der Mandant bzw. die Mandantin selbst. Nicht jedes Unternehmen wird von intelligenten und geschickten Persönlichkeiten geführt. Im Gegenteil gibt es sogar einen starken Mangel an Intelligenz in Unternehmen, weil eine so genannte Karriere einen bestimmten Charaktertypen erfordert, der nicht unbedingt an Intelligenz interessiert ist. Irgendwann im Leben erkennt man jedoch, dass Intelligenz das A und O ist, und der Grund dafür, in Krisenzeiten gut voranzukommen und erfolgreich seine Lebensaufgaben zu meistern. Es ist nicht herausfordernd, ohne Probleme erfolgreich zu sein. Die Herausforderung besteht darin, dass man an Problemen und Konflikten wächst, besonders wenn man verantwortlich für ein Unternehmen und mehrere Menschen darin ist. Karrieremenschen suchen immer den steilen Aufstieg auf dem Rücken des Unternehmens. Allerdings muss der Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Gesellschaft gesehen werden, um einer Persönlichkeitsfalle zu entgehen.

Meine eigenen Beratungsstile sind vielfältig. Ich unterscheide nun einige davon, um ein besseres Bild von Beratungsstilen darzustellen. Man kann immer aus unterschiedlichen Fachbereichen einen Zugang zu einem Problem finden. Vorher ist es jedoch unbedingt notwendig, dass man die Probleme alle identifiziert:

Allgemeine Beratung
- problematologischer Zugang
- Analyse des Sachverhalts der Problematik & Handlungsanweisungen
- branchenspezifische Lösungsfindung

Mathematische Beratung
- mathematischer Zugang (ggf. Finanzmathematik)
- Analyse über Darbietung von Formeln / algorithmische Zusammenhänge
- branchenspezifische Lösungsfindung

Kreative Beratung
- innovativer Zugang
- kreativer Umgang mit dem Unternehmen und seiner Geschichte
- patentrechtl. & markenrechtl. Möglichkeiten
- unternehmensabhängige Lösungsfindung

Holistische Beratung
- problematologischer und vokalytischer Zugang
- ganzheitliches Erfassen einer Sache und der Menschen um sie herum
- mehrfache Lösungsfindung

Management-Beratung
- persönlicher Zugang (über Verantwortlichkeiten)
- Persönlichkeitsentwicklung & Profilberatung (Personalentwicklung)
- führungsorientierte Lösungsfindung

Politische Beratung
- persönlicher und politischer Zugang (evtl. multilingual)
- politische Analyse mit problematologischem Charakter
- führungsorientierte Lösungsfindung mit Gemeinwohlcharakter

Markt-Beratung
- wirtschaftlicher Zugang
- problematologische Analyse
- vertriebsorientierte Lösungsfindung mit vertrieblichem Nutzen

Anlassberatung
- offener Zugang
- freie Analyse; verknüpft an Einmaligkeit
- klare Lösungen mit Ausblick

Partnerschaftliche Beratung
- allgemeine, langfristige Beratung für Partner bzw. Langzeit-Mandanten
- mind. 1 Jahr lang
- begleitende Lösungsfindungen & ständige Ansprechbarkeit

Mediative Beratung
- mediativer Zugang (auf Basis eines vorhandenen Konflikts)
- problematologische und mediative Analyse
- Mediation & Konfliktlösung

Komplementäre Beratung
- geschlossener Zugang über eine notwendige Entscheidungssituation
- komplementäre und erfüllende Antworten in Form einer zweiten Meinung

Unternehmensberatung & Entrepreneuristische Beratung
- vermischter Zugang
- multiple Analyse von komplexen Sachverhalten (s. Buch)
- Lösungsfindung für alle unternehmerischen Fragen

All diese Beratungsstile können sich mischen und sogar beliebig erweitert werden. Für mich sind dies jedoch die wichtigsten und unentbehrlichsten Beratungsstile für meine tägliche Arbeit. Eine Strategie-Beratung ist als Begriff nicht so geschickt ausgewählt, weil alle Beratungsstile eine Strategie erfordern, die immer individuell und situationsgebunden erarbeitet werden muss. Es genügt nicht, eine Strategie für alle geltend zu machen. Zumindest wäre dies in meinen Augen eine schlechte Beratung. Es muss klar sein, wofür sich eine Strategie lohnt. Für eine Marketing-Kampagne eignet sich eine andere als für eine unternehmensinterne Kulturkampagne. Bei einer Beratung muss immer zu allererst herausgefunden werden, was gefragt ist. Die Problematologie ist eine kleine Lehre über Probleme und ihre Entstehungsgeschichten. In problematologischer Sicht kann jedes Problem in eine konkrete Frage formuliert werden. Das heißt, dass jedes Problem eine Lösung hat, die sprachlich benannt werden kann. 

Ich nenne noch einige Tipps für Unternehmer und Unternehmerinnen, die sich mit Beratungen nicht gut auskennen. Eine technische Beratung sollte immer im Zusammenhang mit einem schriftlichen Gutachten gekauft werden. Bei einer einfachen Rechtsberatung ist ein juristisches Gutachten nur dann notwendig, wenn die Kapitalgesellschaft eine gewisse Verantwortlichkeit trägt, weil sie mehrere Bereiche des Rechts berührt. Ein technisches Gutachten ist sehr kostspielig, für diverse Branchen jedoch unabdingbar notwendig. Dies sollte ebenfalls bei IT- Fragen bedacht werden, da es sich ebenfalls um technologische Fragen handelt. Es empfiehlt sich auch hier, ein IT-Gutachten verfassen zu lassen, dass einen technischen Schwerpunkt hat. Man kann hier sogar technische Gutachten mit einfacher Rechtsberatung kombinieren, um eine konsistente Qualität zu gewährleisten. Eine wirtschaftliche Beratung muss sämtliche Fragen berücksichtigen, konzentriert sich jedoch auf die freie Marktwirtschaft, in der sie agiert. Das heißt, dass Rechts- und Wirtschaftsfragen erst im Nachhinein gestellt werden. Am Ende einer Wirtschaftsberatung sollte stets die Legalität gewährleistet sein. Außerdem ist es - zumindest nach meiner beruflichen Auffassung - wichtig, dass die wirtschaftlichen Aspekte in ihrer Essenz sinnvoll sind. Für Selbstständige, Einzelunternehmer und Freiberufler ist ein ausführliches Training einer Beratung vorzuziehen. Die persönliche Investition in die eigenen Fähigkeiten ist nützlicher als jede kurzfristige Beratung. Wenn Sie an sich selbst arbeiten, dann verbessert sich automatisch Ihre Berufstätigkeit und die Zufriedenheit Ihrer Kunden, Patienten und/oder Mandanten. Persönlichkeitsentwicklung wird noch zu sehr unterschätzt, weshalb wir eine schwache Wirtschaft bekommen, in der immer wieder Probleme alter und neuer Arten entstehen. Einzelne Personen, die sich in der Wirtschaft alleine bewegen, sollten sich trainieren lassen und größere Projekte, an denen mehrere Personen beteiligt sind, brauchen eine Beratung, sofern sie nicht von selbst gewährleistet werden kann.