Narzissten gehören der Sorte Mensch an, die sich selbst zu wichtig nehmen. Sie tun dies in einer Art und Weise, die perfekt auf die Mitmenschen wirkt. Alles stimmt an dieser Person, nur ihre kommunikative Attraktivität ist bezeichnend. Es handelt sich um einen narzisstischen Klang, der alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen scheint. Es gibt aber auch den umgekehrten Narzissmus, bei dem die betroffene Person sich gegensätzlich selbst als Zentrum der Abscheulichkeit betrachtet. Während der erste Typ die Geselligkeit sucht und liebt, verachtet sie der andere Typ. Manchmal kommt beides in einer Person zusammen. Meistens kommen Narzissten - auch unterschiedlicher Typen - nicht gut miteinander zu Recht. Sie betrachten einander als Gegner der emotionalen Aufmerksamkeit. Die Einen wollen allein sein und bleiben, und die Zweiten wollen immer mehrere Menschen um sich herum haben. Die Selbstliebe ist ein modernes Phänomen, die die innere Spaltung vieler Menschen aufzeigt. Das Empfinden der Liebe ist eine Angelegenheit zwischen zwei Menschen oder eben zwei Personen. Wie kann also ein Mensch sich selbst lieben, ohne dass er diese Dualität in sich trägt? Und wenn er zwiegespalten ist und aus zwei Personen besteht, ist er nicht krank? Diese Fragen muss man sich stellen, wenn man glaubt, dass Selbstliebe etwas Natürliches sei bzw. etwas, das helfe. Es ist sehr stark anzuzweifeln. Tatsache ist, dass jede Selbstliebe - früher Eitelkeit - nicht fähig ist, jenseits seiner selbst zu lieben. Es geht immer um die eigene Person. Die Liebe verlässt die eigene Persönlichkeit erst gar nicht, was dazu führt, dass von Narzissten geliebte Menschen immer Projektionsflächen bleiben und niemals wirklich geliebt sind. Deshalb ist eine Beziehung mit solchen Menschen sehr anstrengend, denn es kommt niemals zu einer echten Beziehung. Die Bedingungen werden von Narzissten nicht erfüllt; sie können gar nicht narzisstisch erfüllt werden. 

Über Narzissten und Selbstliebe