Mediation. Einen Konflikt zu lösen, erfordert Geduld und Intelligenz. Beide Elemente sind durch Abstand zu erlangen. Diesen Abstand baut man zum eigentlichen Konflikt auf, bei dem es manchmal juristisch interessant wird, wenn man ihn genau betrachtet. Schließlich handelt es sich bei einem Konflikt, um einen Beziehungskonflikt. Das macht ihn so schwierig aufzulösen. Wie kann man zwei Menschen davon überzeugen, ihre beziehungsmäßigen Haltungen zueinander so zu ändern, dass ein Konflikt sich auflöst? Das ist eine sehr sportliche Frage, denn häufig bekommt man selten die Möglichkeit, diese Menschen wieder zusammen zu bringen. Das Gericht fordert durch seine höhere Gewalt diese Pflicht ein. Und sogar bei Gericht erscheinen manche Konfliktparteien nicht, weil sie zu viel an Hostilitäten in sich tragen. Der Mediator schreitet ein, um beiden Konfliktparteien den Konflikt zu ersparen. Es dürfen auch mehrere sein. In der Regel sind die Konflikte nicht an unterschiedliche Interessen gebunden, sondern an der Beziehung. So wird alles zum Problem gemacht, das einst die Beziehung beider Parteien reflektierte. Folglich müssen zwei Gespräche mit den Parteien erfolgen, in denen die Bedingungen zu einem mediativen Ausgang geschaffen werden. Die Vorteile dabei sind nicht einmal für hartknäckige Diktatoren zu verachten. Erhebliche Kosten verschwinden, Energien werden bodenständiger, das Privatleben nimmt an Fahrt an und der konfliktreiche Zeitverdruss kann sich geschwind auflösen. Das heißt, dass eine Mediation nicht nur zwei Konfliktparteien die Sorgen nimmt, sondern sowohl der Gesellschaft, als auch der Wirtschaft gut tut. Wer möchte während eines Konfliktes gewöhnlich weiterleben, ohne dass es ihn stört? Den meisten Menschen ist dies überhaupt nicht möglich, weil es ihr erster Konflikt ist. Daher empfiehlt es sich, den mediativen Weg zu gehen. Einen Mediator bzw. eine Mediatorin arbeitet in diesem Falle gegen die Logik von Rechtsanwälten, da es sich um eine außergerichtliche Einigung handelt. Dies bedeutet nicht, dass ein Anwalt nicht mediativ aktiv sein kann, allerdings verdient er durch eine Mediation nicht so viel, wie bei einem zwei Jahre andauernden Zivilstreit. In der Wirtschaft ist die Diskrepanz noch wesentlich größer. Deshalb eignet sich immer eine mediative Kurzberatung, bevor man sich sein Leben ruiniert. Eine mediative Konfliktlösung funktioniert immer, wenn man die Konfliktparteien besinnlich anspricht und zu einem guten Ausgang anleitet. 

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