Im 21. Jahrhundert fällt es uns allen noch immer schwer, öffentlich und privat über den Tod zu sprechen. Obwohl wir die Gewissheit haben, so wir an ihn denken, meiden wir dieses Thema. Am ähnlichsten ist dem Tod der tägliche Schlaf, den wir betreten. Es gibt allerdings einen feinen Unterschied, der variabel auch entsprechend spürbar ist. Tod hieße nämlich, dass der Tote nicht zurückkehrt. Es gibt kein Zurück aus dem Jenseits oder wie Menschen noch glauben, aus dem Nichts. Das Problem an der Nichts-Theorie ist, dass sie ausblendet, dass auch das Nichts etwas ist, wodurch es das literale Nichts nichtig macht. Es gibt also kein Nichts im Sinne von…ja, wovon eigentlich? Wenn wir meditieren, spüren wir die Vibrationen des Lebens und so geht es weiter nach unserem Ableben. Wie, auf diese Fragen gibt es religiöse Antworten, die in ihrer Anzahl sehr umfangreich sind. In jedem Falle brauchen wir uns nicht zu fürchten, da der Tod das Leben erst lebenswert macht. Leben und Tod sind eine ineinander verwobene Frage, nämlich, wie wir mit Leben umgehen, wenn es endlich ist. Haben wir gute Antworten auf diese Frage? Oder sollten wir uns schämen? Ich möchte es gar nicht menschheitlich beantworten, sondern stelle die Frage ganz persönlich an Sie. Leben Sie Ihr eigenes Leben überhaupt oder überleben Sie ihr dominiertes Leben bis zu Ihrem Tod und hoffen, dass es sich von selbst irgendwie einrichten werde? Fragen Sie sich jetzt, da Sie später keine vergleichbare Kraft aufbringen werden wollen.

Tod Youssef Zemhoute