ProblemWenn wir mit einem wirtschaftlichen Problem – oder mit einem Problem in der Wirtschaft – konfrontiert sind, dann neigen wir dazu, es sofort lösen zu wollen. Allerdings ist dies eine fatale Herangehensweise. Ist von einem Problem die Rede, dann ist es meist eine unbekannte Variable, die nicht gänzlich zu identifizieren ist. „Wir haben dies erfüllt, wir haben das erfüllt, aber irgendwie stimmt irgendwas nicht.“ Das vorausgesetzte Ziel wird nicht erreicht. Der Faktor „Zeit“ spielt da auch keine Rolle, weil es schon seit Monaten dieses Problem gibt.

Wie geht man nun am besten vor? In erster Linie ist eine grundphilosophische Haltung gegenüber jeglichem Problem notwendig. Diese Haltung basiert auf mathematische Logik. Das heißt, dass ein Problem stets eine unbekannte Variable ist, die es zu identifzieren gilt. Man setzt diese Variable in ihren Kontext ein, bezieht alle bekannten Werte in die Gleichung ein und rechnet in Richtung der Variable.

Ein gekonnter Mathematiker wird schnell feststellen, dass die anderen Variablen, nicht miteinbezogen wurden. Es gibt nämlich Variablen, bspw. die im Markt existieren. Das ist nachweislich erwiesen. Sie müssen sich lediglich die unendlichen Weiten der „Too-Big-To-Fail-Kampagnen“ anschauen. Das sind riesige Kapitaltöpfe, die sich mit einem teurem Rezept erstellt, über die Märkte ergießen. Marketing-Genies sind der Meinung, dass diese riesigen Töpfe gar nicht scheitern können, aufgrund ihrer Größe. Aber die Realität hat sie oft widerlegt.

Viele Strategien lassen große Beträge aufgrund dieser Problematik schlichtweg verdampfen. Man müsste also aus logischen Gründen sehr geschickt und präzise vorgehen. Natürlich wird man nicht alle Variablen einbeziehen können, aber wenigstens kann man diese letzte Unbekannte von unsichtbaren Variablen ebenfalls in einer Variable darstellen. Dann nämlich erst wäre eine solche Gleichung sinnvoll. 

Konkret müsste man auch das eigene Marketing mathematisch darstellen. Wenn Sie Kunden mit Hilfe von Mitarbeitern persönlich ansprechen lassen, ist es etwas völlig anderes als wenn Sie eine unpersönliche Anrede wagen. Sie kennen das aus Ihrer Rolle als einfacher Bürger. Wenn Sie eine Auskunft brauchen, bekommen Sie beim persönlichen Anruf andere Antworten als bei einer schriftlichen Kontaktaufnahme via Email. Das müssen Sie auch beim Marketing beachten.

Die beste Variable ist immer noch der lebendige Mensch. Warum sage ich das? Nicht weil der Mensch zunehmend durch K.I. ersetzt wird, sondern weil er irgendwo auch ziemlich unersetzbar ist. Ein Mensch kann lächeln, kann sich unterhalten und auch mal abschweifen. Das macht die Produkte nicht besser, aber die Beziehung zum Produkt und zum Produktanbieter, dem Unternehmen. Automatisierung ist vielleicht billig in der Nutzung, aber dafür fehlt der automatischen K.I. das Beziehungskapital.

Gibt es ein unternehmensinternes Problem, neigt man dazu den Fehler bei Angestellten zu suchen. Deswegen reagieren Unternehmen durch ständiges Auswechseln des Personals auf interne Probleme. Allerdings kehren die Probleme immer wieder zurück, in leicht abgewandelten Formen. Den Menschen kann man nur als Variable betrachten, aber er ist eine assimilative Variable. Letztendlich genügt es die Bedingungen für den Mitarbeiter so zu gestalten, dass er zur besten Variabilität seiner selbst kommt. Das gestaltet sich für einige Unternehmer schwierig.

Bei fast jedem Problem sind die Ursachen im Lebensduktus eines einzelnen Menschen zu finden, der in der Wirtschaft nicht selten der Unternehmer ist. Es gibt zahlreiche Unternehmertypen mit persönlichen Vorstellungen und klassischen Verhaltensweisen, aber auch solche, die niemand als Unternehmer bezeichnet. Das Problem an sich ist als eine Frage zu verstehen, die nach einer Antwort sucht. Diese Antworten kann man nicht mit Gewalt erzwingen, sondern nur mit Hilfe von neuen Fragen in Form von Variablen an sie herankommen. 

Mathematisches Fazit ist daher, dass Lösungsansätze niemals dort beginnen dürfen, wo nicht alle Variablen klar sind. Das heißt auch ganz konkret, dass eine komplexe Analyse, eine komplexe Formel zum Resultat haben muss. Es genügt nicht, wenn ein Unternehmensberater (Business Analyst) Ihnen nach sechs Monaten sagt, dass es am Preis liegt, dass er zu hoch sei. Das ist selten eine ausreichende Begründung. Genauso genügt es nicht, wenn ein juristisches Gutachten nur über die Illegalität einer Sache spricht. Für Ihren Umgang benötigen Sie ausführbare Elemente & Komponenten. Dazu gehören Legalität, Possibilität, und Innovation. Oder wie sehen Sie das?

 

Unternehmensberatung

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.